{"id":67,"date":"2019-09-24T22:55:17","date_gmt":"2019-09-24T21:55:17","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.2.59\/wordpress\/?page_id=67"},"modified":"2020-01-24T21:19:30","modified_gmt":"2020-01-24T20:19:30","slug":"der-erste-uebergang","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dj-infoseite.de\/wordpress\/der-erste-uebergang\/","title":{"rendered":"Der erste getaktete \u00dcbergang"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8230;der ist eine der hohen K\u00fcnste des DJ&#8217;s. Optimal ist in den meisten F\u00e4llen ein \u00dcbergang zwischen den Tracks, die der Zuh\u00f6rer als eine gelungene Verschmelzung wahr nimmt. Dies geht aber nur bei Tracks mit ann\u00e4hernd gleicher BPM-Zahl. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die BPM&#8217;s<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beats per minute bzw. Takte pro Minute ist eine Angabe \u00fcber die Geschwindigkeit eines Tracks, \u00e4hnlich den Kilometern pro Stunde beim Auto. Ein typischer Discofox liegt so um die 124 BPM. Normale Housemusik ist ebenfalls in dieser Geschwindigkeit angesiedelt. Bei vielen anderen Genres kann man die BPM nicht so pauschal beziffern. Wenn wir nun zwei Tracks miteinander taktgenau mixen wollen, m\u00fcssen wir die Geschwindigkeit w\u00e4hrend des \u00dcbergangs perfekt angleichen. Daf\u00fcr gibt es an alles DJ-CD-Playern und DJ-Plattenspielern einen Pitch-Fader. Dieser ist nat\u00fcrlich auch in jeder DJ-Softwarel\u00f6sung mit enthalten. Ein guter DJ ben\u00f6tigt daf\u00fcr auch keine Anzeige am Player, der ihm die BPM anzeigt &#8211; er &#8222;spielt&#8220; mit dem Pitchbend und h\u00f6rt, wie er den Pitchfader zu bewegen hat. Soweit m\u00f6chte ich hier aber nicht gehen, da hier eigentlich NUR \u00dcbung und Erfahrung helfen kann. F\u00fcr uns hei\u00dft das also erstmal, dass wir die Geschwindigkeit des ersten Tracks vom Display ablesen und die Geschwindigkeit des zweiten Players dann per Hand einstellen. Auch wenn mich jetzt viele DJ&#8217;s schlagen werden &#8211; aber in unserem Fall ist es auch v\u00f6llig ok die SYNC-Taste zu bet\u00e4tigen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschwindigkeiten der Tracks sollten aber nur um wenige BPM voneinander abweichen. Unter Umst\u00e4nden hilft es, beide Tracks ein wenig aufeinander zu zubewegen. Ein Unterschied von 10 BPM ist dann schon schwer an der Schmerzgrenze. Nat\u00fcrlich kann man auch gr\u00f6\u00dfere Unterschiede \u00fcberbr\u00fccken, aber da geh\u00f6rt eine gute Kenntnis \u00fcber die Musik dazu um hier kein Leiern oder \u00dcberdrehen zu verursachen. Wenn Ihr den Pitchbereich des Pitchfaders einstellen k\u00f6nnt, dann versucht Einstellungen \u00fcber 12% zu vermeiden. Je kleiner die Skala ist um so feiner ist die Aufl\u00f6sung der BPM. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>BPM ist nicht alles &#8211; Takte z\u00e4hlen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>jetzt haben wir zwar die Geschwindigkeit angeglichen, aber das allein macht noch lange keinen sauberen \u00dcbergang. Vielleicht warst Du bei der Tanzschule&#8230;??? Du erinnerst Dich an den Walzer? Eins &#8211; Zwei &#8211; Tap &#8211; Eins &#8211; Zwei &#8211; Tap&#8230; Nicht schlecht, wenn Du das noch kennst. Das war welcher Takt? Ja, genau &#8211; ein 3\/4-Takt. Im Bereich des DJing haben wir aber zu 99,9% mit einem 4\/4-Takt zu tun. Also z\u00e4hlen wir EINS &#8211; zwei &#8211; drei &#8211; vier. Um das Z\u00e4hlen kommen wir quasi nicht herum. Selbst eine DJ-Software kann uns diese Arbeit nur sehr begrenzt abnehmen, da die Algorithmen sich \u00f6fters mal verz\u00e4hlen \ud83d\ude09 Wenn Du das n\u00e4chste mal das Radio laufen hast, nimm Dir mal die Zeit und z\u00e4hle mal bei verschiedenen Liedern die Takte mit. Der erste der vier Takte ist immer der starke Takt. Danach folgen immer drei leichtere Takte. Am besten h\u00f6rst Du das bei deutschem Discofox bzw. modernem deutschen Schlager. Housemusik eignet sich auch prima daf\u00fcr. Wenn es bei einem Lied mal nicht gleich klappt oder Ihr st\u00e4ndig aus dem Takt kommt, kann das aber auch andere Ursachen haben. Bei manchen Liedern gibt es Taktspr\u00fcnge bzw. werden in bestimmten Passagen 2 Takte eingef\u00fcgt. Verlasst Euch auch bitte nicht, dass ein Lied immer mit einer EINS beginnt. <\/p>\n\n\n\n<p>Und nun zur Praxis:  Wir packen etwas Housemusik in die Player. Wir suchen aber gezielt nach Tracks, die gleich mit einem vollen Takt beginnen und wenn m\u00f6glich keine Vocals haben. W\u00e4hrend nun der linke Player l\u00e4uft, suchen wir uns im rechten Player den allerersten vollen Takt, mit dem wir beginnen wollen. Da wir die BPM angezeigt bekommen, stellen wir diese exakt so ein wie sie im linken Player bereits l\u00e4uft. Wenn Ihr die M\u00f6glichkeit habt, dr\u00fcckt gerne die SYNC-Taste. Jetzt bet\u00e4tigen wir die CUE-Taste am rechten Player. Damit setzen wir einen sogenannten Cue-Punkt. Das erspart uns das erneute Suchen des ersten vollen Taktes. Der Linke Player l\u00e4uft \u00fcber Eure Boxen, der Rechte Player ist noch leise gedreht? ..er ist aber auf dem Kopfh\u00f6rer zu h\u00f6ren sobald wir Play dr\u00fccken? Perfekt. Wir z\u00e4hlen nun bei der aktuell laufenden Musik die Takte. Sehr vielen DJ&#8217;s hilft es wenn sie dazu mit dem Fu\u00df wippen, andere deuten den Druck auf den START-Knopf an. Und ganz andere tanzen einfach dazu. Bist Du im Takt? EINS &#8211; zwei &#8211; drei &#8211; vier &#8211; EINS &#8211; zwei &#8211; drei &#8211; vier&#8230; Dr\u00fccke in dem Moment wo Du EINS z\u00e4hlst beherzt auf den START-Knopf des rechten Players. Und? Im Kopfh\u00f6rer l\u00e4uft das neue Lied im selben Takt wie das vorhergehende Lied? Dann w\u00e4re das Dein kleiner Hauptgewinn f\u00fcr heute. Wenn nicht, dr\u00fccke beim rechten Player NICHT die PAUSE- oder PLAY\/PAUSE-Taste, sondern dr\u00fccke auf CUE. Damit springst Du automatisch auf die von Dir gesetzte Anfangsmarke zur\u00fcck. Und n\u00e4chster Versuch&#8230; Takt finden und bei EINS auf die PLAY-Taste dr\u00fccken. Wenn&#8217;s noch nicht geklappt hat, probiere es einfach noch ein paar Mal. Wenn es irgendwie gar nichts wird, \u00fcberpr\u00fcfe nochmal die BPM-Zahl der beiden Lieder. Wenn die Geschwindigkeit stimmt, aber es einfach nichts wird, versuche einfach ein anderes Lied.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jetzt machen wir den \u00dcbergang<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir das mit der Geschwindigkeit und dem Takt hinbekommen, versuchen wir mal das mit dem \u00dcbergang zwischen zwei Liedern.<\/p>\n\n\n\n<p>Im linken Player l\u00e4uft wieder unsere Housemusik und im rechten Player haben wir den CUE-Punkt auf den ersten vollen Takt markiert. Bei vielen House-Tracks ist am Ende ein St\u00fcck von 16, 32 oder noch mehr Takten, wo kaum noch Melodie zu h\u00f6ren ist und auch keine Vocals (in Radio-Edits fehlt das oder ist sehr kurz). Ihr z\u00e4hlt in Gedanken oder mit dem Fu\u00df flei\u00dfig den Takt&#8230; Wenn diese besagte Stelle im Lied beginnt, macht Ihr Euch startklar und zieht den PLAY-Abzug durch, wenn Ihr das Gef\u00fchl habt, dass es stimmt. Wenn Ihr drin seit, zieht Ihr den Linefader des rechten Players hoch. Wann und wie schnell Ihr den Linefader hochzieht, ergibt sich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter von selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich mixe sehr h\u00e4ufig mit dem Setzen einer LOOP &#8211; einer Schleife. W\u00e4hrend der linke Player noch l\u00e4uft, suche ich ebenfalls meinen Einsatzpunkt im rechten Player, setzen wir einen CUE-Punkt, z\u00e4hlen die Takte ein und starten eine LOOP aus 4 Takten. Ich selbst arbeite meist mit 8 oder 16 Takten, aber hier reichen erstmal 4 Takte aus. Jetzt haben wir die M\u00f6glichkeit, die LOOP \u00fcber den Pitchbend noch ein wenig in die richtige zu verschieben bis es exakt passt. Wenn sich nun das linke Lied dem Ende n\u00e4hert sind wir bereits startklar und k\u00f6nnen gleich zu Beginn des Outro den Linefader des rechten Players hochziehen und bei Bedarf die LOOP rausnehmen und so das rechte Lied laufen lassen. Wie lange Ihr die Tracks synchron laufen lasst und wann Ihr den linken Linefader runterzieht, \u00fcberlasse ich dabei Eurem Gef\u00fchl. Sinnvoll ist es dennoch den linken Player erst runterzuziehen wenn im rechten Player die Melodie bzw. die Vocals beginnen. Da probiert Ihr aber am besten ein wenig.<\/p>\n\n\n\n<p>Man muss nat\u00fcrlich nicht immer bis zum Schluss warten bevor man das neue Lied startet. oft bietet es sich auch an, an einer passenden Stelle mitten im alten Lied den Linefader hochzuziehen und reinzugehen. Aber das ist dann die Sache mit der Kunst \ud83d\ude09 <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weiter geht&#8217;s zu:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"\/wordpress\/technische-grundausstattung\/\">Technische Grundausstattung<\/a><\/li><li><a href=\"\/wordpress\/der-erste-mix\/\">Das erste Mal<\/a><\/li><li><a href=\"\/wordpress\/der-erste-uebergang\/\">Der erste taktgenaue \u00dcbergang<\/a><\/li><li><a href=\"\/wordpress\/no-go\/\">No Go&#8217;s<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/dj-infoseite.de\/wordpress\/pc-software\/\">PC &amp; Software<\/a><\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;der ist eine der hohen K\u00fcnste des DJ&#8217;s. Optimal ist in den meisten F\u00e4llen ein \u00dcbergang zwischen den Tracks, die der Zuh\u00f6rer als eine gelungene Verschmelzung wahr nimmt. Dies geht aber nur bei Tracks mit ann\u00e4hernd gleicher BPM-Zahl. Die BPM&#8217;s Beats per minute bzw. 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